Lernförderung & Lerntherapie - ganzheitlich und systhemisch

Rita Liebner

  • Selbstständige Ergo- und Lerntherapeutin
  • Dreijährige Ausbildung beim Kreisel HH e.V.
  • Ergotherapeutin (Bobath- und SI-Therapeutin)
  • Gymnastiklehrerin
Praxis für Lerntherapie Rita Liebner Kreisel Netzwerk

Damit Lernen besser klappt

  • Lerntherapie greift unterstützend ein bei Schulproblemen. Schulprobleme zeigen sich am Häufigsten in Verhaltensauffälligkeiten und/oder Lernstörungen.
  • Von den Verhaltensauffälligkeiten des Kindes ist oft sowohl die Klassengemeinschaft als auch die Familie belastet.
  • Die Lernstörungen bedeuten zudem noch eine persönliche Belastung für die betroffenen Schüler und ihre Eltern.
  • Die Bandbreite der Lernprobleme kann sich von Konzentrationsstörungen über Lernblockaden bis hin zu Teilleistungsstörungen wie der Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) oder der Rechenschwäche (Dyskalkulie) zeigen.
  • In jedem Fall bedeuten diese Schulprobleme starke emotionale Belastungen für alle Betroffenen.
  • Schnell entsteht ein Teufelskreis, in dem Sorgen und Erwartungsdruck die Probleme noch verstärken.

Wann ist es sinnvoll, Lerntherapie als Förderungsmaßnahme und Hilfestellung in Angriff zu nehmen?

Wenn es mit dem Lesen nicht klappt

  • Die Lesegeschwindigkeit ist sehr niedrig; das Kind stockt häufig beim Lesen; es verliert die Zeile im Text; Wörter, Silben oder einzelne Buchstaben werden ausgelassen, vertauscht oder hinzugefügt; die Wiedergabe und Interpretation des Gelesenen sind unzureichend.
  • Die Lerntherapeutin überprüft und fördert z. B. die visuelle Raum-Lage-Wahrnehmung des Kindes (Buchstabenverdrehung – „b“ und „d“)

Wenn es mit dem Schreiben nicht klappt

  • Es liegt eine hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten, aber auch bei abgeschriebenen Texten vor; Wörter werden fragmenthaft geschrieben; im selben Text wird dasselbe Wort häufig mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben; auffallend viele Grammatik- und Interpunktionsfehler; unleserliche Handschrift.
  • Die Lerntherapeutin führt z. B. informelle Beobachtungen zur Überprüfung der auditiven Wahrnehmung und Speicherung durch.

Wenn es mit dem Rechnen nicht klappt

  • Kind rechnet lange zählend; Mengen können schwer eingeschätzt, verglichen oder sortiert werden; Zuordnung von Mengenbildern zu gesprochenen Zahlwörtern ist schwierig; die Zerlegung von Zahlen wird nicht verstanden; gesprochene Rechenoperationen (mehr, weniger, mal, weg) können nur schwer umgesetzt werden etc.
  • Die Lerntherapeutin unterstützt hier viel mit handlungsbezogenem Rechnen (Alltagstätigkeiten wie „Einkaufen am Schulkiosk“), Vorstellung von Mengen und deren Veränderung anhand von realen Gegenständen.

Oder auch

  • Bei Klagen über psychosomatische Beschwerden (Kopf- und Bauchschmerzen, Schulängste)
  • Bei gestörter Aufmerksamkeit, Konzentration
  • Bei eingeschränkter Wissensaufnahme in anderen Lernfächern (die mangelhafte Sinnentnahme beim Lesen kann z. B. dazu führen)

Professionelle Lerntherapie bietet

  • Individuelle und ausführliche Diagnostik zur individuellen Förderung des Kindes. Berücksichtigt werden dabei die Entwicklungsgeschichte des Kindes, die familiären Beziehungen, die schulische Sozialisation.
  • Sowohl standardisierte Tests als auch informelle Verfahren und Beobachtungen, die zur Erhebung der vorhandenen Stärken und Schwächen des Kindes eingesetzt werden.
  • Ein ressourcenorientiertes Förderkonzept, das sich an den Stärken des Kindes orientiert. In einem systemischen Modell werden alle Informationen zusammengeführt, und die Planung der Therapieziele erfolgt inderdisziplinär gemeinsam. Es finden hierzu Teambesprechungen zwischen Eltern, Lehrern, Therapeutin etc. statt.

Das Förderkonzept

ist ein ganzheitliches Konzept und arbeitet mit allen Sinnen, mit
Verstand, Gemüt und Körper, d. h. es fließen ein:

  • Wahrnehmung – Hören, Sehen, Körpergefühl

  • Bewegung – Geschwindigkeit, Feinmotorik, Koordination

  • Sprache und Sprachsinn

  • Lesen, Schreiben, Rechtschreibregeln

  • Rechnen und Rechenstrategien

  • Lernmethodik und Lernorganisation (z. B. Arbeitsplatzgestaltung)

beinhaltet aber auch:

  • Begleitende Gespräche mit Eltern und Lehrern. Sie geben Einblick in den Therapieverlauf. Ein Thema kann bei einer diagnostizierten Legasthenie auch ein möglicher Nachteilsausgleich sein.

  • Hilfe zur Lösungsfindung in Form von Beratungen, für schwierige Situationen.

Die Lerntherapie

  • Lerntherapie befasst sich im Sinne eines systemischen Ansatzes mit dem gestörten Lernprozess, dem Lerninhalt und dem Umfeld des Kindes.
  • Im Mittelpunkt steht das Kind. Die Therapie findet meistens in der Form von Einzelförderung statt.
  • Wichtiger Inhalt der Lerntherapie ist es, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl aufzubauen und Erfolge erleben möglich zu machen.
  • Stabilisierung lässt Zutrauen und Vertrauen im sozialen Umfeld neu entwickeln, um Defizitorientierung zu überwinden.
  • Der Blick wird auf Stärken und Fähigkeiten gelenkt

Ziele der Lerntherapie

  • Selbstwert und Selbstvertrauen werden gestärkt
  • Es werden alle Kräfte und Fähigkeiten unterstützt
  • Das Arbeitsverhalten wird positiv beeinflusst
  • Das Kind findet wieder Lust am Lernen
  • Es erzielt Fortschritte beim Lernen
  • Der Alltag in Schule und Familie wird erleichtert

Förderschwerpunkte

  • Werden inhaltlich und altersgemäß angepasst
  • Die Bereiche sind:
    • Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie)
    • Rechenschwäche (Dyskalkulie)
    • Konzentrationsschwierigkeiten / Aufmerksamkeitsprobleme

Die Förderung findet statt über:

  • Di­dak­tisch-me­tho­di­sche Kon­zep­te für Lesen, Schrei­ben und Rech­nen (z. B. das ganz­heit­lich-sys­te­mi­sche Schrift-Sprach­er­werbs­mo­dell von Dr. Jo­chen Klein)
  • Lern­stra­te­gi­en (Struk­tu­ren schaf­fen, stär­ken)
  • Stär­kung von Selbst­be­wusst­sein, Mo­ti­va­ti­on, Kon­zen­tra­ti­on, Auf­merk­sam­keit
  • Part­ner für das häus­li­che Ler­nen
  • Wahr­neh­mungs- und Be­we­gungs­för­de­rung
  • Ver­hal­tens­steu­ern­de Kon­zep­te (z. B. „Ich schaff's“ von Ben Fur­mann)